Gründung

Existenzgründung oder start up

 

Mit dem  Begriff Existenzgründung oder Start up bezeichnet man den Beginn einer selbstständigen Tätigkeit im Haupt- oder Nebenerwerb. Sie erfolgt formal durch die Anmeldung der selbstständigen Tätigkeit beim Gewerbeamt oder bei Freiberuflern durch Anmeldung beim zuständigen Finanzamt. Mehr wird hierzu zunächst nicht erwartet. Im Folgenden findest für eine erfolgreiche Existenzgründung  aber weiterführende Informationen für den Start in deine Selbstständigkeit.

Aber zunächst der Reihe nach:

 

 

  1. Es fängt alles mit einer Geschäftsidee an; oftmals benötigts du einen

 

  1. Businessplan

Der Businessplan legt den Grundstein für deine Gründung.

  • Zum Anfang einer Existenzgründung steht die Herausforderung, die passende Geschäftsidee zu finden. Etwa 95 Prozent aller Existenzgründungen finden in ca. 100 Tätigkeiten statt. Die Geschäftsidee muss auch nicht, wie oftmals angenommen, besondern Anforderung oder neu und einfallsreich sein. Eine optimierte Kopie eines erfolgreichen Konzeptes genügt, um sich selbständig zu machen.

Du fragst dich, gibt es hierzu auch

  1. Fördermittel?

Grundsätzlich werden Fördergelder und Zuschuss unterschieden.

Die Förderung durch einen Gründungszuschuss erfolgt gestaffelt. Du erhältst zunächst für 6 Monate einen Zuschuss in Abhängigkeit von der Höhe deines Arbeitslosengeldes zuzüglich eines Zuschusses in Höhe von 300 Euro für deine soziale Absicherung. Es gilt: Gründungszuschuss pro Monat = Höhe des zuletzt erhaltenen Arbeitslosengelds + 300 Euro für 6 Monate.

Nach diesen ersten sechs Monaten kannst du weitere 9 Monate lang einen Zuschuss in Höhe von jeweils 300 Euro monatlich erhalten, wenn du nachweisen kannst, dass du hauptberuflich selbstständig tätig bist.

Einen Businessplan benötigst du bei fast jeder Existenzgründung, entweder für einen Zuschuss (Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld), für eine Finanzierung (Förderdarlehen oder Bankdarlehen) oder für eine sonstige Finanzierungsmöglichkeit deiner Existenzgründung.

Du erfährst von deiner Arbeitsagentur oder deinem Jobcenter von

  1. Existenzgründerseminare oder Existenzgründercoach

Hierfür musst du dich zunächst um einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein der Arbeitsagentur bemühen. Den Antrag auf einen AVGS kannst du formlos per Mail an die Arbeitsagentur richten. Die Bewilligung erfolgt schriftlich durch die Agentur für Arbeit.

 

Wenn du bereits arbeitslos gemeldet bist, aber auch bei drohendem Arbeitsplatzverlust durch eine anstehende Kündigung bzw. bei unabsehbarer Kurzarbeit kannst du eine kostenfreie Gründungsberatung buchen, die dich bei einer Beantragung des Gründungszuschusses im Vorfeld unterstützen soll

Gibt es Voraussetzungen für einen Gründungszuschuss?Gründern und Unternehmern stehen zahlreiche Fördermittelprogramme und Zuschüsse zur Verfügung. Ob zur Umsetzung des eigenen Gründungsvorhabens, zum Ausbau eines bereits bestehenden Unternehmens oder zur Bezuschussung möglicher Beratungsleistungen – Fördermittel bieten zahlreiche Möglichkeiten. Wir stellen dir auf den folgenden Seiten die wichtigsten Förderprogramme und Zuschüsse vor.

  1. Gründungszuschuss Wenn du deine Existenzgründung aus dem ALG2 Bezug heraus startest, dann steht dir ggf. das sogenannte Einstiegsgeld zur Verfügung. Du erhältst dann i. d. R. für die ersten 6 Monate nach Existenzgründung einen Zuschuss, welcher 50 Prozent deines bisherigen ALG2 Bezuges entspricht. Teilweise kann das Einstiegsgeld aber auch für die Dauer von bis zu 24 Monaten und in Höhe von bis zu 100 Prozent gezahlt werden.Was du sonst noch über das Einstiegsgeldwissen musst, liest du hier.In einer Gründungsberatung erhält der Gründer umfassende Hilfe zu verschiedenen Themen, die die Existenzgründung betreffen. Ein Gründercoach hilft dem angehenden Unternehmer in beratender Form allgemeine Fragen rund um die eigene Existenzgründung und Unternehmensführung zu klären. Hier findest du alle wichtigen Informationen zur Gründungsberatung.Natürlich benötigst du für Ihre Existenzgründung auch die richtige Rechtsform. Die meisten Gründer entscheiden sich dabei sinnvollerweise für eine gewerbliche oder freiberufliche Einzelunternehmung. Aber auch andere Rechtsformen finden Anwendung, beispielsweise die GbR, GmbH oder eine Limited. Auf den folgenden Seiten findest du alle wichtigen Informationen zu den in Deutschland zulässigen Rechtsformen.Für ein Geschäftskonto besteht bei einer Existenzgründung grundsätzlich keine Pflicht. Jedoch macht es zumindest bei allen Existenzgründungen im Haupterwerb Sinn, ein Geschäftskonto zu eröffnen. Dies erleichtert dir die Trennung von privaten und betrieblichen Einnahmen und Ausgaben und ermöglicht damit einen besseren Überblick über deine Buchführung, was innerhalb der ersten Monate deiner Selbstständigkeit besonders elementar ist. Was du über die Nutzung eines Geschäftskontos wissen musst und welche Anbieter, welche Leistungen zu welchen Konditionen anbieten, haben wir auf den nächsten Seiten für dich zusammengefasst.

Die Bundesagentur für Arbeit stellt einige grundlegende Bedingungen an eine Förderung durch den Gründungszuschuss

  1. Hauptberuflich selbstständig machen: Du befindest dich in unabsehbarer Kurzarbeit oder siehst dich einer drohenden Arbeitslosigkeit ausgesetzt? Als ALG-I-Leistungsempfänger, der eine hauptberufliche Selbstständigkeit anstrebt, bist du für den Gründungszuschuss antragsberechtigt.
  2. Noch mindestens 150 Tage Anspruch: Wichtig ist außerdem, dass du zum Zeitpunkt der Antragstellung noch mindestens 150 Tage Anspruch auf Arbeitslosengeld hast.
  3. Gründerpersönlichkeit Check: Eine fachkundige Stelle muss dir bescheinigen, dass dein Geschäftsmodell und deine persönlichen Voraussetzungen eine Existenzgründung und einen langfristigen Erfolg in der Selbstständigkeit ermöglichen. Als Fachkundige Stellen gelten u.a. die IHK, die HWK oder deine Hausbank und dein Gründercoach.

Mit deinem Existenzgründercoach erarbeitetest die Form eines Unternehmens. Möchtest du dich zunächst mit einem Einzelunternehmen, oder in Form einer Kapitalgesellschaft selbständig machen? Hierzu gibt es viele Frage, aber zunächst der Reihe nach:

Die Kalkulation deines Unternehmens muss stimmen. Kannst du von deiner Selbständigkeit leben? Bei welchen Behörden musst du deine Selbständigkeit melden. Dein Existenzgründercoach hilft dir bei den Fragen deiner künftigen Steuern. Erklärt den Unterschied zwischen dem umsatzsteuerlichen Kleinunternehmer und umsatzsteuerlichen Unternehmer usw. Erklärt dir die unterschiedlichen Steuerarten. Das alles und viel mehr erarbeitest du mit deinem Existenzgründercoach mit einem gültigen AVGS-Gutschein.

Mit dem AVGS-Gutschein ist die umfangreiche Beratung und Schulung kostenlos.